1991 Mercedes-Benz 190 E 2.6 vs. Enshittification
“Enshittification” beschreibt den systematischen Qualitätsverfall von digitalen Diensten, Apps und Produkten, der durch Gewinnmaximierung statt Kundennutzen getrieben wird.
Quincy Sandbank erweitert jetzt den von Cory Doctorow etablierten Begriff auf moderne Produkte wie beispielsweise Autos. Was erschreckend gut funktioniert.
“Enshittification” beschreibt den systematischen Qualitätsverfall von digitalen Diensten, Apps und Produkten, der durch Gewinnmaximierung statt Kundennutzen getrieben wird.
Quincy Sandbank erweitert jetzt den von Cory Doctorow etablierten Begriff auf moderne Produkte wie beispielsweise Autos. Was erschreckend gut funktioniert.
Ein Grund mehr, den 1997 E38 weiter zu fahren.
Amble One: Electric, Modular, Street Legal
Erst kürzlich wurde ich bei einem Autotreffen Zeuge, wie ein Golf-Cart allen Klassikern die Show stahl. Egal wie hochpreisig, sammelwürdig oder selten – der Held war das Golfmobil.
Road Trip
Auf (diesem) Road Trip kann man auf Knopfdruck Autos regnen lassen. Falls man das immer schon mal wollte.
Auf (diesem) Road Trip kann man auf Knopfdruck Autos regnen lassen. Falls man das immer schon mal wollte.
Via Kraftfuttermischwerk.
Freude am Fahren, jetzt als Bauteil
BMW nennt den Hochleistungsrechner des neuen Elektro-M seit der Neuen Klasse „Heart of Joy". Der Name ist kein Zufall: „Freude am Fahren" ist seit Mitte der Sechziger BMWs Markenclaim. Was früher ein Gefühl war, ist jetzt eine Steuereinheit.
BMW nennt den Hochleistungsrechner des neuen Elektro-M seit der Neuen Klasse „Heart of Joy". Der Name ist kein Zufall: „Freude am Fahren" ist seit Mitte der Sechziger BMWs Markenclaim. Was früher ein Gefühl war, ist jetzt eine Steuereinheit.
Konkret: vier Elektromotoren, 800 Volt, über 100 kWh Akku als tragendes Strukturbauteil zwischen den Achsen. Das BMW M Concept Neue Klasse feiert seine Weltpremiere bei den 24 Stunden von Le Mans und gibt den Ausblick auf den kommenden Elektro-M3. Dazu Motorsport-Zitate überall: Trimaran-Frontschürze, Track Lights, gelbe „M Yellow Lights" als Anlehnung an den M Hybrid V8.
Via BMW.
synthszr killt meinen Feedreader
Seit dem Google Reader verfolge ich rund 1.000 Quellen aus den Bereichen Tech, News und Automotive. Die tägliche Lektüre ist längst Routine und hilft mir bei der Mustererkennung und beim Bau von Positionierungen und Markenstrategien.
Jetzt hadere ich schon länger mit dieser Feedreader-Lösung. Mal ganz davon abgesehen, dass der zeitliche Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis steht, beschleicht mich das Gefühl, dass Feeds nicht mehr die "Single Source" sind.
Seit dem Google Reader verfolge ich rund 1.000 Quellen aus den Bereichen Tech, News und Automotive. Die tägliche Lektüre ist längst Routine und hilft mir bei der Mustererkennung und beim Bau von Positionierungen und Markenstrategien. Die Artikel, die ich als relevant erachte, publiziere ich im Anschluss in einem Flipboard-Magazin und automatisiert auch auf Mastodon.
Jetzt hadere ich schon länger mit dieser Feedreader-Lösung. Mal ganz davon abgesehen, dass der zeitliche Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis steht, beschleicht mich das Gefühl, dass Feeds nicht mehr die "Single Source" sind. Jedes Unternehmen sendet längst autark über alle möglichen Kanäle, etwa Newsletter, Substack oder LinkedIn. Mein Eindruck ist, dass ich mit dem Feedreader nur einen, manchmal etwas veralteten, Ausschnitt sehe.
Also überlege ich, ob ich mir nicht einen AI-Workaround bauen sollte, der mich täglich mit den relevantesten Informationen versorgt. Maßgeschneidert auf meine Bedürfnisse und Interessen, zusammengetragen aus unterschiedlichen Kanälen und Medien.
Genau das hat Mattes Schrader mit synthszr gemacht. Mattes prägt die deutsche Digitalszene seit über 20 Jahren, von SinnerSchrader bis Accenture Song, jetzt mit OH-SO. synthszr versorgt Abonnenten täglich mit einer Zusammenfassung aller relevanten Artikel, inklusive Einordnung und Interpretation. Angeboten in verschiedenen Sprachen, bis hin zu Plattdeutsch. Doch der eigentliche Clou aber ist, dass man das tägliche Newsupdate auch per Podcast abonnieren kann. Hosts sind zwei AIs, die sich selber nicht ganz für voll nehmen.
In Folge 230 des Marketing Transformation Podcasts mit Erik Siekmann berichtet Mattes Schrader, wie er synthszr gebaut hat, was sehr hörenswert ist.
Mein Feedreader hat jedenfalls schlechte Karten ...
M539 Restorations: Mut zum Bentley
Wenn wir ehrlich sind, dann standen wir alle schon mal vor Projekten, bei denen unser Verstand und das Umfeld brüllten: „Lauf, so schnell du kannst!" Meistens taten wir das dann auch. Und bereuen es heute immer noch.
Sreten Milisavljević macht genau das Gegenteil. In der BMW-Szene kennt ihn jeder. Er stürzt sich in Projekte, die kein vernünftiger Mensch anfassen würde: vermeintlich unrettbare Klassiker mit V12-Motoren, oder wie in diesem Fall, einen völlig vernachlässigten Bentley W12 Continental Flying Spur. Jeder hätte einen Bogen darum gemacht. Sreten geht rein.
Irgendwie habe ich einen Faible für Sreten Milisavljević. Er ist in der BMW-Szene bestens bekannt, schert sich aber herzlich wenig darum. Er nimmt sich selbst nicht so ernst, arbeitet dafür aber mit einer Akribie, die mich immer wieder beeindruckt.
Sreten kümmert sich um Projekte, die kein vernünftiger Mensch anfassen würde. Sein aktuelles Projekt: ein Bentley W12 Continental Flying Spur, um den jeder einen großen Bogen gemacht hätte.
Spannend ist, dass sein Kanal M539 Restorations, benannt nach der Zulassungsbezeichnung seines BMW M5 E39, keinem Algorithmus folgt. Die Restauration gibt stattdessen das Tempo vor. Und gerade das finde ich erfrischend ehrlich – und souverän.
Ich fiebere mit ihm mit. Und ich freue mich aufrichtig für ihn, wenn es klappt. Kein Neid, einfach Freude. Und insgeheim? Ich würde auch gerne solche Projekte machen.
