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Ich weiß, wo Du wohnst.

Charlie Osborne publizierte jüngst für ZDNET einen Artikel, der es in sich hat. „Your car is following you – how to reclaim your data privacy on the open road“ fasst zusammen, mit welchen Technologien welche Daten gesammelt werden, wohin sie gehen – und was man als Fahrzeugbesitzer dagegen tun kann.

BMW E38 versus Smart Car Technologies

Charlie Osborne publizierte jüngst für ZDNET einen Artikel, der es in sich hat. „Your car is following you – how to reclaim your data privacy on the open road“ fasst zusammen, mit welchen Technologien welche Daten gesammelt werden, wohin sie gehen – und was man als Fahrzeugbesitzer dagegen tun kann.

Zu den Aggregatoren gehören Infotainment-, Synchronisations- und Überwachungssysteme, Navigation, Kartierung, Sensoren, Onboard-Kameras und Rettungsdienste. Dazu kommen Black Boxes, die das Fahrverhalten überwachen.

Gesammelt werden nicht nur Standorte, Ziele und Reiserouten, sondern auch allerhand Daten zur eigenen Person sowie Audioaufnahmen, Telefon- und Infotainmentdaten. Ach ja, und dann natürlich auch noch technische Daten zu dem Fahrzeug selbst.

Etwas unklarer wird es allerdings bei der Frage, wohin die Daten dann fließen. Denn im Gegensatz zu Online-Diensten, Mobilfunkentwicklern und Herstellern von Verbrauchergeräten nutzen Fahrzeughersteller rechtliche Grauzonen und extrem intransparente Einwilligungserklärungen oft schamlos aus. Hier herrscht in der Praxis noch juristischer Wildwuchs, sehr zur Freude halbseidener Datenbroker, die längst solche Daten im Angebot haben. Vielleicht ja auch Ihre?

Als Einzelner kann man selbst nur wenig gegen diese digitale Überwachung ausrichten. Sicher, man sollte sich ein Smart Car besser nur von einer Marke kaufen, der man auch vertraut. Ebenso empfiehlt sich eine Recherche zu dem Hersteller, um besser einschätzen zu können, wie er zum Thema Datenschutz steht. Und dann bleiben noch die Apps selber, die man in Bezug auf die Datenweitergabe überprüfen sollte.

Ganz klar: Moderne Technologien haben ihren Preis. Am Ende muss jeder selber entscheiden, was er für welche Funktion freigeben möchte – und ob es das wert ist. Übergreifend stellen sich mir zwei Fragen: Werde ich überhaupt das Gefühl haben, dass ich das Auto besitze (wo ich doch in Bezug auf die meisten Funktionen vom Hersteller abhängig bleiben werde), und was passiert eigentlich, wenn ein Hersteller – wie kürzlich Fisker – pleitegeht oder mein Modell schlichtweg nicht mehr supportet wird?

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„Und was fährst Du so?“

Fahrzeuge sind die besten Vehikel, um öffentlich Haltung zu zeigen. Das gilt nicht nur für motorgetriebene Fahrzeuge, sondern für jegliche Fortbewegungsmittel. Nichts ist anarchistischer als ein Fahrrad ohne Bremsen. Mit nichts kann man kreativer sein als mit einem Skateboard. Nichts ist mehr vulgäres Statussymbol, martialische Trutzburg oder Safe Space als ein Automobil. Und keine Haltung ist auch eine Haltung.

Arthur Heisler & Jochen Mass, Mercedes-Benz

Ralf Becker, Christopher Stegemann

Chromjuwelen Électrique

Brabus Dubai

Dr. Dieter Zetsche, Alicia Keys

Fahrzeuge sind die besten Vehikel, um öffentlich Haltung zu zeigen. Das gilt nicht nur für motorgetriebene Fahrzeuge, sondern für jegliche Fortbewegungsmittel. Nichts ist anarchistischer als ein Fixie ohne Bremsen. Mit nichts kann man kreativer sein als mit einem Skateboard. Nichts ist mehr vulgäres Statussymbol, martialische Trutzburg oder Safe Space als ein Automobil. Und keine Haltung ist auch eine Haltung.

Hinter der scheinbar simplen Frage „Und, was fährst Du so?“ steckte für uns deshalb nie das Interesse an Zylindern, PS oder Kilowattstunden. Uns ging es um den Menschen dahinter. Wir wollten wissen, welche Haltung am Steuer sitzt.

Als Chris und ich 2005 die Chromjuwelen-Community und das gleichnamige Online-Magazin starteten, war genau das unser Hauptantrieb: Warum fährt jemand welches Fahrzeug? Neu oder alt? Original oder modifiziert? Und was hat das mit Kultur zu tun? Wir haben gelernt: Haltung polarisiert und inspiriert. Aber sie bedeutet eben auch, dass man es nicht allen recht machen muss.

Heute, rund 20 Jahre später, ist die Leichtigkeit in der Mobilitätswelt verflogen. Es herrscht eine seltsame Mischung aus Unsicherheit und kollektiver Fremdscham. Darf ich mich für Autos überhaupt noch begeistern? Welcher Antrieb ist korrekt? Ist Besitz noch opportun?

Es macht keinen Spaß, einer Industrie dabei zuzusehen, wie sie nur noch mutlos ihr Erbe verwaltet, anstatt Geschichten zu erzählen, die mitreißen. Wir brauchen wieder viel mehr Inspiration und echte, unverkrampfte Begeisterung.

Es ist der perfekte Moment, um wieder Haltung zu zeigen. Formate wie Reload Land von Maximilian Funk machen vor, wie so etwas heute aussehen kann: Sie warten nicht darauf, dass die Industrie sich traut, sondern schaffen einfach selbst die Räume für eine neue, zeitgemäße Fahrzeugkultur.

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Alte Autos sind wirklich das Allerletzte.

Nichts als Ärger. Und peinlich sind sie auch. Unzeitgemäße Bastelbuden.

Nichts als Ärger. Und peinlich sind sie auch. Unzeitgemäße Bastelbuden.

Stimmt. Und warum werde ich nicht schlau daraus?

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Where's The Beef?, CHROMJUWELEN, Opinion Ralf Becker Where's The Beef?, CHROMJUWELEN, Opinion Ralf Becker

Liebe Autoindustrie, Ihr habt mich als Neuwagenkunden verloren.

Angefangen hat alles mit der Suche nach einem neuen Familienauto. Meine naive Vorstellung: Vier Türen, Klima (sonst wird man wahnsinnig mit dem randalierenden Nachwuchs) und ein halbwegs modernes Sicherheitspaket. Soll heißen: Gurte hinten, Kopfstützen, eventuell Airbags und ABS. Aber ansonsten bitte so wenig wie möglich Computerzeugs. Weder brauche ich einen Regensensor, noch einen Fahr- oder Was-Auch-Immer-Assistenten. Diese Dinge mitsamt ihren monströsen Steuercomputern sind sowieso schon in ein paar Jahren von niemanden mehr zu debuggen.

— To my English readers: I am sorry, I will keep this one in German. Maybe I'll translate it later. —

Angefangen hat alles mit der Suche nach einem neuen Familienauto. Meine naive Vorstellung: Vier Türen, Klima (sonst wird man wahnsinnig mit dem randalierenden Nachwuchs) und ein halbwegs modernes Sicherheitspaket. Soll heißen: Gurte hinten, Kopfstützen, eventuell Airbags und ABS. Aber ansonsten bitte so wenig wie möglich Computerzeugs. Weder brauche ich einen Regensensor, noch einen Fahr- oder Was-Auch-Immer-Assistenten. Diese Dinge mitsamt ihren monströsen Steuercomputern sind sowieso schon in ein paar Jahren von niemanden mehr zu debuggen.

Eigentlich also eine einfache und kurzweilige Aufgabe. Sollte man meinen. Vielleicht, um das Bild abzurunden, noch ein paar weitere Details. Ich vermeide gerne Plastikessen und jeglichen Konsummüll, der in vietnamesischen Steuersparparadiesen produziert wird. Naomi Klein ("No Logo") hat übrigens Schuld daran. Soll heissen: Kein Sweatshirt aus einem Sweatshop, keine Erdbeeren im norddeutschen Winter, kein unnötiger Online-Kaufrausch (inklusive DHL-Retour-Amoklauf). An meinen Arbeitsgeräten, bei deren Produktion die Fabrikarbeiter aufgrund der widrigen Arbeitsbedingungen nicht selten lieber den Freitod wählen (Stichwort "Foxconn Electronics Inc."), komme ich aktuell nicht vorbei. Noch nicht. Aber das ist nur eine Frage der Zeit.

Ich wohne zentral und fahre überschaubare Strecken – insofern ist der Verbrauch zwar interessant, aber mehr auch nicht. Schlachtentscheidend hingegen sind viel mehr Dinge wie der "ökologische Rucksack" (Gesamtbillanz Herstellungsprozeß) und der Anspruch, dass man notfalls nochmals selber Hand angelegen kann (siehe Self-Repair Manifesto). Denn: "Plastic cars are for plastic people." Und: "Life is too short for ... er ... any kind of bullshit." 

Ich bin raus.

Also besuchte ich den modernen Autohandel und habe mich bewusst auf die andere Seite gestellt – also auf die des Kunden (für den ich auch mitunter Medien mache, damit er ein Auto kauft). Das Ergbnis war ernüchternd. Wer zur Hölle braucht eigentlich all' diese seelenlosen Peoplemover, die dadurch auffallen, dass sie nicht auffallen? Die alle krampfhaft versuchen, ihre Belanglosigkeit mit Techniküberfrachtung zu kaschieren? Ich zumindest nicht. Ich bin raus.

Ich habe mich erschrocken, wie viele Modelle ich noch nicht einmal auf dem Schirm hatte. Sicher, jetzt habe ich meine Wurzeln auch eher im Bereich der klassischen Automobile – aber dennoch bin ich potentieller Kunde. Nur, dass mich die lustigen, neuen Automodelle und deren Reklame anscheinend schon lange nicht mehr erreichen. Und überhaupt: "iFuel-Eco-Blue-Turbo-Move-Efficiency"? Wer denkt sich nur so einen Quatsch aus! Anscheinendend Menschen, die auf einem anderen Planeten leben, als ich es tue. Und die kein Interesse daran haben, jemals wieder andere (und vielleicht jüngere) Zielgruppen als ihresgleichen zu erreichen.

Kurzum: Die zu Tode diversifizierten Modellpaletten und die Inflation der gesichtlosen Cross-Over-Modelle schrecken mich ab. Liebe Autoindustrie: Das alltägliche Leben ist schon kompliziert genug. Warum macht Ihr es mir so schwer? Ich befürchte, Ihr habt mich verloren. Zumindest, wenn es um den Bereich der einfachen Brot-und-Butter-Autos geht.

Neuwagenkäufer und Automedien im Schnitt: 50+

Man mag es ja der Autoindustrie nicht verübeln. Schließlich erfordern internationale Expansionen, das bei Laune halten der Shareholder, der weltweite Verkauf neuer Modellserien und Themen wie Eigenzulassungen vollste Konzentration. Und was spielen da schon Meinungen einzelner Querulanten (wie mir), die weder in einem Boom-Land wie China zuhause sind, noch dem Alter der Zielgruppe der typischen Automedienleser und Neuwagen-Erstkäufer (50+!) entsprechen, für eine Rolle. Ungemütlich wird es nur, wenn mehr und mehr Leute so denken. Und ich persönlich kenne eine ganze Menge, die das tun. Darunter übrigens nicht wenige Experten, die den Automotive Markt in- und auswendig kennen.

Sei es drum. Es gibt zum Glück heute genügend alltagstaugliche Klassiker, sodass ich beruhigt auf einen modernen Assistenzbomber verzichten kann. Der Markt wird es locker verschmerzen und (viel wichtiger) die Ökobilanz freut sich. Bleibt nur zu hoffen, dass in Zukunft doch mal ein Unternehmen – vielleicht sogar aus einem Non-Automotive-Bereich (Google? Apple? Tesla?) – um die Ecke kommt. Mit Produkten, die meinen einfachen Wünschen entsprechen. Und denen ich eher vertraue.

Aber – was kauf' ich jetzt?

Ich denke, es wird wohl auf ein 70er-80er Luxusmodell mit einem Stern auf der Haube hinauslaufen. Oder auf einen Vintage-SUV (nein, keinen modernen MILF-Laster) wie zum Beispiel einem G-Modell oder einem Land Rover Defender.

Ins ökologische Beuteraster passen würde übrigens laut seiner Fakten auch ein Jeep Wrangler. Denn schenkt man diesem Artikel Glauben, dann weist der Jeep TJ Wrangler den besten Ökowert aus. Zumindest im Vergleich mit Hybrid-Modellen.

Schon amüsant: "[...] But you could also serve the environment better by choosing a Hummer H2 ($3.027) or H3 ($1.949), a Cadillac Escalade ($2.753), a Lincoln Navigator ($2.617), a Dodge Ram ($2.484), or pretty much anything else for less than an Accord Hybrid ($3.295), Toyota Prius ($3.249), Honda Civic Hybrid ($3.238), or Ford Escape Hybrid ($3.178). [...]"

Und der Spritverbrauch von 'nem Wagen im besten Alter? Zur Hölle damit!

(Foto via Justin Lippert)

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Never Mind the Motorkultur

When we went to Las Vegas earlier this year, we met Klaus Rasch. Klaus is the mastermind behind race-deZert.com und introduced us to the wide world of Desert Racing. In the meantime Klaus became a very good friend and we often share thoughts about the differences between "Motorkultur" in Germany and "Motor Culture" in the States. It is good to discuss those topics with somebody who understands how both cultures are working.

When we went to Las Vegas earlier this year, we met Klaus Rasch. Klaus is the mastermind behind race-deZert.com und introduced us to the wide world of Desert Racing. In the meantime Klaus became a very good friend and we often share thoughts about the differences between "Motorkultur" in Germany and "Motor Culture" in the States. It is good to discuss those topics with somebody who understands how both cultures are working. 

Klaus just passed me some thoughts he hacked together on his iPad last night, after he just had survived the Oktoberfest. I think his thoughts are definitely worth to share, although they are truly some kind of alarmingly for us Germans. We invented Motorkultur, but act kinda philistine and passionless. Hmm, I think Germany is well known for its cultural background, but what happened to its wheeled culture? Is it too dirty? Embarrassing? Traumatized? It is time for a change. Life is too short for ugly cars.

Enough said. Let me hand over to Klaus.

There is no motor culture in Germany. Obviously a bolt and somewhat false statement but let me explain my thought process further.

I live in Southern California for the last 17 years but grew up in Germany. I'm currently spending the last three weeks in the old Vaterland and get reminded of one of the reasons I left this place nearly two decades ago. The automobile.

 

Gas costs 3-4 times more then currently in the US. Car registration is based on it environmental impact. The TÜV makes it impossible to keep an older car in operation. It appears that 98% of all cars on the streets are built within the last ten years. New exotic sports cars are rare on the streets. Speed limits are set unrealistically low at some places.

 

How is all this possible when after all Germany invented the car, they make without a doubt the best cars money can buy? Every major innovation in the automotive world can be traced back to right here. How can they come up with all this go-fast stuff but not have it embraced by it's citizens. Yes the Autobahn in principle has no speed limit and it's perfectly legal to open up going 250km/h in between all the 80km/h construction zones. Yes the roads are far smoother then many roads I have seen all over the planet but how come so many people drive such boring cars?

 

Kids don't tune their cars and meet every Friday in every city for a little show & tell street racing? There are no local drag strips or local stock car race tracks where you can race on a budget. Nobody lifts their trucks or lowers their sports car nor installs the latest in wheels, paints or decals their car in search of the latest craze. Cars are small 1.x liter 4 cylinder machines mixed up with the 3.0TDI station wagon in between. All bone stock, silver or black and look like they are fresh of the showroom floor. Boring.

 

I know that there is car culture. I read the German car blogs and magazines. Car culture is not dead it's just hidden, not out in the open. What I like to see is American muscle cars, fast Audi, BMW and Porsche products on the street all the time utilizing all gears, spinning wheels and making noise. Low riders scraping the pavement, Asian imports fast and furious style and Italian sports cars cruising the streets.

 

There is little public imagination in car culture but then those few that do express their love for the car in public do it well. A revolution is needed that makes me believe that "Fahrvergnügen" is truly a German word.

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