Happy Birthday, LeSupra!
Ende 2006. Zwanzig Jahre ist das jetzt her. Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass der »LeSupra« zwei Jahrzehnte später nicht nur immer noch lebt, sondern radikaler und kompromissloser ist als je zuvor, hätte ich wohl nur wehmütig gelächelt. Denn seien wir ehrlich: Die meisten dieser Umbauten sterben irgendwann einen stillen Tod in irgendeiner Scheune.
Ende 2006. Zwanzig Jahre ist das jetzt her. Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass der »LeSupra« zwei Jahrzehnte später nicht nur immer noch lebt, sondern radikaler und kompromissloser ist als je zuvor, hätte ich wohl nur wehmütig gelächelt. Denn seien wir ehrlich: Die meisten dieser Umbauten sterben irgendwann einen stillen Tod in irgendeiner Scheune.
Über Umwege war mir 2005 ein 1972er Pontiac LeMans 2dr Sedan zugelaufen. Ein perfektes »Chromjuwelen«-Projekt. Der Wagen war optisch durch einen früheren Frontclip auf das Jahr 1970 frisiert, hatte einen müden Sechszylinder und war in einem mehr als bedauerlichen Zustand. Was uns aber nicht davon abhielt, damit erst einmal nach Västerås in Schweden zu einem Autotreffen zu fahren. Was der Reihensechser übrigens tadellos absolvierte: langsam zwar, aber dafür dank Cherry Bomb sehr lautstark.
Ungefähr zur gleichen Zeit debütierte “The Fast and the Furious: Tokyo Drift”. Für alle, die dieses Detail vielleicht verpasst haben: Der Protagonist fährt einen 1967 Ford Mustang Fastback mit dem auf Single-Turbo umgebauten RB26DETT-Motor aus einem Nissan Skyline GT-R (R32). Die fixe Idee, wir könnten ja auch einen Engine-Swap auf einen japanischen Antriebsstrang bei dem LeMans machen, wurde schneller Realität, als ich schalten konnte. Doch eine Idee ist das eine – die handwerkliche Realität das andere. Dass aus dem Projekt »LeSupra« am Ende keine hohle Marketing-Hülle wurde, sondern etwas mit echter Substanz, ist vor allem einem Mann zu verdanken: Michael Wolf. Er ist der Schrauber, der das handwerkliche Können hatte, um aus Wahnwitz Realität zu machen.
Michael hatte in der Zwischenzeit längst einen 7M-GTE aus einer 1991er Supra gefunden und gekauft. Das war genau die Geschichte das Storytelling, das wir für die Chromjuwelen brauchten: Deutsche („German Engineering“) opfern ein (naja, fast) Muscle-Car für einen Nippon-Antrieb. Aus dem LeMans wird der »LeSupra«.
Der Aufschrei war vorprogrammiert – und kam prompt. Doch nachdem unsere US-Kollegen von Hemmings das Projekt heiliggesprochen hatten (vielen Dank, Dave!), wurde der Wagen in den Medien mit Respekt behandelt und die „Hot-Rodding-3.0“-Attitüde der Chromjuwelen offiziell gesetzt.
Was wir damals machten, geschah lange bevor es Begriffe wie Content Creator, Storytelling oder Influencer überhaupt gab. Da gab es keinen Redaktionsplan und kein Algorithmen-Tuning. Dafür gab es mehr als genug Leidenschaft, Lust auf neue Ideen und unseren Drang, Geschichten so zu erzählen, wie wir sie selbst am liebsten gelesen hätten.
Mit der Straßenzulassung 2009 wurde es ruhiger um den LeMans. Es folgten weitere Karosserieumbauten und Blecharbeiten (u. a. die nahtlose Integration der hinteren Stoßstange ins Heck) und schließlich zog der LeSupra wieder bei Michael ein. Denn Michael hatte noch eine Rechnung offen.
Einen weiteren Austauschmotor samt Innereien, diverse Kupplungen und etliche Fahrwerksmodifikationen später ist der LeSupra jetzt erwachsen geworden. Der Mad-Max-Endzeit-Aufzug ist einem echten Lackkleid gewichen, man kann die Fenster jetzt auch während der Fahrt öffnen (die Kurbeln schlagen nicht mehr am Überrollkäfig an) und die Benzinpumpe liefert selbst bei sportlicher Beschleunigung zuverlässig immer genug Treibstoff.
Zur genauen Leistung möge man sich bitte an den Erschaffer wenden. An dieser Stelle nur so viel: Der Wagen hat mehr als genug Reserven und es macht einen Mordsspaß, ihn zu fahren. Offiziell, auf der German Autobahn.
Mich macht es demütig, dass Michael dieses Auto mit so viel Herzblut zu Ende gebaut hat. Ich bin dankbar, dass das Projekt nicht zum Sterben irgendwo in einer Ecke steht.
Keine Lust auf Blecharbeiten? Wie wäre es mit einer nagelneuen Klassiker-Karosserie?
Rost ist der unweigerliche Endgegner. Reparaturen sind zumeist aufwändig, Karosseriebauspezialisten rar (ich spreche da aus Erfahrung) und jeder noch so kleine Eingriff zieht einen unschönen Rattenschwanz aus Lackierung und Versiegelung hinter sich her. Ganz zu schweigen von den Kosten.
Rost ist der unweigerliche Endgegner. Reparaturen sind zumeist aufwändig, Karosseriebauspezialisten rar (ich spreche da aus Erfahrung) und jeder noch so kleine Eingriff zieht einen unschönen Rattenschwanz aus Lackierung und Versiegelung hinter sich her. Ganz zu schweigen von den Kosten.
Warum also mühsam flicken, wenn man auch einfach frisch anfangen kann? Genau diese Abkürzung machen Anbieter wie die Jiangsu Juncheng Vehicle Industry Co., Ltd. jetzt möglich: Sie replizieren klassische Karosserien im großen Stil. Aktuell im Angebot: Ford Bronco, Land Rover Defender, Datsun/Nissan 240Z, Toyota AE86. In Arbeit sind Ford Mustang, Porsche 964 und Mercedes-Benz SL. Die Preise für eine Karosserie starten bei unter 10.000 US-Dollar.
Larry Chen hat diesen neuen Markt für Hagerty porträtiert und geht dabei auch der Frage nach, ob es eigentlich opportun ist, einen Nachbau zu nutzen. Der Markt hat das längst beantwortet: Jüngst wechselte ein Ford Bronco bei Barrett-Jackson für 400.000 US-Dollar den Besitzer, der auf einer Juncheng-Karosserie basierte.
Viel aufregender finde ich ja den Gedanken, auf so einer Karosserie gleich ein eChromjuwel zu bauen …
Alte Autos sind wirklich das Allerletzte.
Nichts als Ärger. Und peinlich sind sie auch. Unzeitgemäße Bastelbuden.
Nichts als Ärger. Und peinlich sind sie auch. Unzeitgemäße Bastelbuden.
Stimmt. Und warum werde ich nicht schlau daraus?
Street Fighter LA: RWB-Porsche on Tesla Steroids
Dylan Coleman’s 1977 Porsche 911 Coupe (StreetFighter LA’s E-RWB); Copyright Trevor Yale Ryan (via Speedhunters)
Dylan Coleman’s 1977 Porsche 911 Coupe (StreetFighter LA’s E-RWB); Copyright Trevor Yale Ryan (via Speedhunters)
Dylan Coleman’s 1977 Porsche 911 Coupe (StreetFighter LA’s E-RWB); Copyright Trevor Yale Ryan (via Speedhunters)
Dylan Coleman’s 1977 Porsche 911 Coupe (StreetFighter LA’s E-RWB); Copyright Trevor Yale Ryan (via Speedhunters)
Dylan Coleman’s 1977 Porsche 911 Coupe (StreetFighter LA’s E-RWB); Copyright Trevor Yale Ryan (via Speedhunters)
Dylan Coleman’s 1977 Porsche 911 Coupe (StreetFighter LA’s E-RWB); Copyright Trevor Yale Ryan (via Speedhunters)
Dylan Coleman’s 1977 Porsche 911 Coupe (StreetFighter LA’s E-RWB); Copyright Trevor Yale Ryan (via Speedhunters)
Dylan Coleman’s 1977 Porsche 911 Coupe (StreetFighter LA’s E-RWB); Copyright Trevor Yale Ryan (via Speedhunters)
Dylan Coleman’s 1977 Porsche 911 Coupe (StreetFighter LA’s E-RWB); Copyright Trevor Yale Ryan (via Speedhunters)
The other day it was ICON’s 1949 Mercury, which still rocks the boat. Here comes another EV converted troublemaker: Dylan Coleman’s 1977 Porsche 911 Coupe. “The setup of the E-RWB makes 563ewhp (electric wheel horsepower), which is comparable to a car making 700hp at the crank.”
I think Porsche purists will love it. Not.
1977 Porsche 911 Coupe via Speedhunters.
Silent Running: The Impressive Mercedes S 500 Plug In Hybrid
A few days ago I had the golden opportunity to accompany Marc J. Christiansen and Johannes Schlörb from fuenfkommasechs.de.
We had a blast.
Life Is Good.
Blåvand, Denmark, April 2014. All toys belong to Helge, I just enjoyed 'em.
Mopar Spring Fling 2014
The Mopar Spring Fling just made it clear: It’s high time to exchange the 1964 Imperial for a plain-Jane Mopar. Btw – thanks for giving me a ride in your HEMI monster, Helge!
